Staumauer Schräh
Ich habe mich auf den Weg gemacht, um die Geschichte der Entstehung meines Stroms zu erfahren. Meinen ersten Halt mache ich auf der Staumauer Schräh im Innerthal mit Blick über den See.
Eckdaten
Die Gemeinde Innerthal liegt am nordöstlichen Ufer des Wägitalersees 915 m.ü.M.
Sie ist eine Gemeinde des Kantons Schwyz und gehört zum Bezirk March. Erreichbar ist Innerthal über eine 13 km lange, kurvenreiche Bergstrasse, welche Siebnen mit dem Wägital verbindet und vom Sihlsee her über die Sattelegg. Innerthal ist eine in allen Belangen selbstständige Gemeinde.
Innerthal grenzt an folgende Gemeinden:
Norden: Gemeinden Vorderthal und Schübelbach
Süden: Gemeinde Muotathal und Kanton Glarus
Westen: Bezirk Einsiedeln und Gemeinde Unteriberg
Osten: Kanton Glarus
Fläche 5022 ha
Höchster Punkt (Mutteristock) 2294 m.ü.M.
Dorf Innerthal 915 m.ü.M.
Einwohnerzahl am 1. Januar 2024 181
Bevölkerungsentwicklung:
Jahr 1850 1900 1950 1970
Einwohner 302 320 210 184
Jahr 1990 2000 2010 2015 2020
Einwohner 157 176 199 196 177
Einwohnerzahl am 31. Dezember 2023 181
Wappen
Das Gemeindewappen Innerthal zeigt den Rossalpelispitz sowie den wohl bekanntesten "Wägitaler", den Zindlenspitz (auch Matterhorn des Wägitals genannt).
Zwischen diesen beiden Bergen steht die gelbe Sonne auf rotem Grund.
Der Schildfuss des Wappens in blauer Farbe stellt den Wägitalersee dar, während die beiden Berge silbern dargestellt sind.
Erstmals wird 1397 die Katharina-Kapelle im Wägital urkundlich erwähnt.
1480 erfolgte die Loslösung von Tuggen und das Wägital wurde politisch selbstständig. Der Pestausbruch von 1629 forderte mehr als 350 Opfer über die Hälfte der Talbewohner; es wurden Massengräber angelegt.
Innerthal und Vorderthal trennten sich 1776.
Der Bau der Strasse ins Wägital erfolgte 1860. Zusammen mit der Aufnahme des Betriebes im neuen Kurhotel am See im folgenden Jahr erlebte Innerthal einen Aufschwung. Ab 1894 fuhr die eidgenössische Pferdepost ins Wägital und elektrischer Strom wurde erstmals 1908 angeliefert.
1922 bis 1925 wurde der Wägitalersee mit einer 111 m hohen Mauer aufgestaut. Deren Bau bedeutete für Innerthal einen Wendepunkt in seiner Geschichte: 1920 lebten hier 369 Einwohner. Weit über 100 Personen mussten die Gemeinde verlassen, und 1930 lebten hier nur noch 223 Personen. Nur bei einigen konnten die Heimwesen auf höhere Lagen verlegt werden. Die alte Dorfkirche wurde vor der Überflutung gesprengt und ein Neubau im neuen Dorfkern errichtet.
Quelle: Gemeindestruktur | Gemeindeverwaltung Innerthal
sowie


Voruntersuchungen um 1900
Die Erstellung eines Wasserkraftwerks beginnt mit Voruntersuchungen. Die Voruntersuchung versucht, die natürlichen Grundlagen im Projektgebiet in Worte, Zahlen und technische Begriffe zu fassen. Dieses Umformen der Natur, der vorhandenen Gesteinsarten, der Bodenschichten, der Niederschlagsmengen und der vorhandenen Flora in eine Voruntersuchung dient dem Ingenieur später als Grundlage für die Baumassnahmen. Das Wägital bot aufgrund seiner geographischen Gegebenheiten ideale Voraussetzungen für den Bau eines Wasserwerkes. Das Tal erstreckt sich als mehrfach gestuftes, trogförmiges und schluchtartiges Voralpental von den Sihlvoralpen in direkter Süd-Nord-Richtung hin zum oberen Zürichsee.
Das Innere Wägital scheint wie geschaffen für die Errichtung eines Stausees. Das Innere Wägital wird am Talausgang durch ein eindrückliches Felsengebirge abgeschlossen. An dieser Stelle, die Schräh genannt wird, verengt sich das Tal so stark, dass zwischen zwei mächtigen Felswänden links und rechts gerade noch ein Durchgang von gut 70 Metern Breite offenbleibt.





Podcast inbegriffen ein Interview mit Beat Hüppin, er ist der Autor des Buches Talwasser. Dieses Buch spielte im Alt-Innerthal und geht um eine fiktive Geschichte einer Familie.
Interview mit Barbara Scherrer, sie ist im "neuen" Innerthal aufgewachsen.
Geschichte von Rosa Schuler, vorgelesen von Barbara Scherrer:
eine zweite Geschichte:



