Zentrale Siebnen
Jetzt geht es vom Rempen bis zum Maschinenhaus in Siebnen. Hier stehe ich vor der grossen Tür des Maschinenhauses.
Der gesamte im Wägital produzierte Strom wurde im Schalthaus in Siebnen gesammelt. Hier wurde der Strom nochmals auf die richtige Spannung umgewandelt. Erst dieses Schalthaus garantierte, dass sowohl das Stromnetz des EWZ als auch das Netz der NOK mit dem Strom aus dem Wägital gespiesen werden konnte. Damit beide Gesellschaften den Strom nutzen und weiterverteilen konnten, musste der Strom unterschiedlich aufbereitet werden. Denn die Leitungen der NOK waren für eine Spannung von 150’000 Volt ausgelegt, während das Netz des EWZ den Strom teilweise nur mit 80’000 Volt übertrug. Jede Gesellschaft brauchte eine andere Spannung, um ihr eigenes Netz zu betreiben. Ein einheitliches Stromnetz mit einer standardisierten Übertragungsspannung gab es damals noch nicht.
Viele verschiedene Anlagen bilden ein Wasserkraftwerk.
Die Fassade des Maschinenhauses erinnert stark an eine gotische Kathedrale. Die Fenster sind hoch aufragend und erstrecken sich spitzbogenförmig in die Höhe.
Das Schalthaus, welches sich ebenfalls in Siebnen befindet, fällt durch seine symmetrische Anordnung auf. Das lange Gebäude wird in der Mitte von einem hervortretenden Treppenhaus-Turm optisch in zwei separate Anlageteile aufgeteilt. Es erweckt mit seinen klaren Formen den Eindruck eines Palastes. Die klare optische Aufteilung des «Palastes» liegt zu einem grossen Teil auch in der Funktion des Gebäudes begründet.
Im Nordflügel wurden die Transformatoren der NOK, im Südflügel diejenigen des EWZ und im Mittelbau die gemeinsamen Apparaturen der AG Kraftwerk Wägital untergebracht.


Bilder von der Führung durch die Zentrale Siebnen


Dies sind Turbinen, die den Strom produzieren. Die Turbine besteht
aus dem Generator und dem
Laufrad.
Einen Stock tiefer sieht man das Laufrad mit dem verstellbaren Wassereinlass. Damit wird die Leistung der Turbine gesteuert. Einen Meter unter uns war dann das Wasser, das das Laufrad und damit die Turbine antreibt.

Hier sieht man die vier Eingänge des Wassers für die vier Turbinen.
In diesen runden Verformungen hat es eine Art Kugel (Kugelschieber) drin, die ein Loch hat. Ist das Loch der Kugel nach oben gedreht, kommt kein Wasser herein. Dreht man das Loch nach vorne ,also waagrecht, so kann das Wasser durchfliessen.


Früher sah die Steuerzentrale des Kraftwerkes noch ganz anders aus.
Heute sind es nur noch ein paar Computer. Diese Überwachungen haben die Arbeiter auch auf dem Handy verfügbar. Das Kraftwerk wird ferngesteuert. Die Zuschaltung der Turbinen erfolgt ab der Kraftwerkleitzentrale in Baden.

Hier sieht man den Rempen und den Stausee auf dem grossen Blindschaltbild. Bei der Zentrale Siebnen leuchtete eine Lampe, weil eine Turbine lief. Beim Rempen leuchteten zwei Pumpen grün, die gerade zu dieser Zeit aktiv waren.

Hier fliesst der produzierte Strom zu AXPO oder dem EWZ. Dies ist am Kraftwerk Wägital noch speziell, da es zwei verschiedene Eigentümer mit je 50% Anteil hat. Jeder hat Anrecht auf 50% des produzierten Jahresstroms.



Diese Schaltanlage gehört der
Swissgrid.
Diese Schaltanlage
gehört der AXPO.
Hier sieht man Galgenen. Hier hätte man den Strom des Kraftwerkes für Galgenen abschalten können.


Für die Verteilung des Stroms befinden sich im Kraftwerk Wägital mehrere Schaltanlagen von 16-220kV. Diese gehören dem AG Kraftwerk Wägital, dem EWZ, der AXPO und der Swissgrid.
Bilder von früher
Betonierbeginn am 30. April 1923
Montage von Druckleitungen
29. Mai 1923 1. Oktober 1923



Schalthaus Siebnen
Die Bauarbeiten des Maschinenhaus in Siebnen am 7. Dezember 1923



Zentrale Siebnen

Maschinensaal Siebnen


